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Woche der Armut

Sehr geehrte Damen und Herren,

das Grundgesetz der Bundesrepublik Deutschland feierte Geburtstag. Seit über 70 Jahren hat jeder hier lebende Mensch das Recht auf „Gleichheit“, „Entfaltung der Persönlichkeit“ und „Würde“. Hier erfahren Sie mehr:

Doch wer in diesem Land arm ist, befindet sich meist am Rand der Gesellschaft. Scham und Schuld kennzeichnen häufig die Lebensrealität der Betroffenen in einer Welt, die noch immer von Leistung und Kapital geprägt ist. Nicht selten sehen sich diese Menschen ihrer Chancen und Möglichkeiten auf ein freies, selbstbestimmtes und zufriedenes Leben beraubt. Im Jahr 2018 wurde der traurige Rekord einer Armutsquote von 16,8 Prozent erreicht, so steht es im Paritätischen Armutsbericht „Wer die Armen sind“. Und Armut hat viele Gesichter.

Und wie sieht es in und um Bocholt aus? 2018 hat die erste Woche der Armut „MUT zum Hinsehen“ gemacht und gefragt „Was heißt denn Armut?“, “Ist Armut ein Skandal oder eine Tugend“ und „Ist die Würde des Menschen nicht doch antastbar?“.

Im kommenden Jahr wird der Fokus der zweiten Woche der Armut ein anderer sein. Es geht um das Thema „Arm trotz Arbeit?!“ In Europa sind 10% der Arbeitnehmerschaft arm trotz Erwerbstätigkeit. Erwerbstätige Arme stehen vor wesentlich größeren Problemen als die Bevölkerung in der Gesamtheit. Probleme bei der Unterkunft, schlechtere Beziehungen, soziale Ausgrenzung, sehr viel geringeres subjektives und psychisches Wohlbefinden sind kennzeichnend für diese sogenannte „In-work poverty“ (s. Erwerbstätigenarmut in der EU, www.eurofound.europa.eu/publications).

 

Armut

Wie können innovative und erfolgreiche Entwürfe zur Beschäftigung aussehen, die Armut verhindern und die Gesundheit schützen? Es gibt hoch spannende Antworten, Taten und Konzepte darauf.

Peter Kossen, Schirmherr der Woche der Armut 2020